Chantaburi

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An der Ostküste des Golfs von Thailand befindet sich mit der Provinzhauptstadt Chantaburi ein Zentrum der Edelsteinindustrie. In den nahe gelegenen Minen werden Saphire und Rubine abgebaut, die dann in in Chantaburi geschliffen und verkauft werden. Inzwischen ist ein Großteil der Minen nicht mehr in Betrieb, die Stadt ist aber weiterhin ein Handelszentrum für Edelsteine. Es ist möglich, Saphirschleifern bei der Arbeit zuzusehen oder bei der Sortierung der Steine dabei zu sein. Die meisten Edelsteingeschäfte gibt es in der geschäftigen Sri Chan Road, die auch als „Gem Street“ bekannt ist. Eine nördlich der Stadt gelegene Mine – Khao Phloi Waen – kann besichtigt werden. Unweit davon befinden sich die eindrucksvolle Tempelanlage Chedi Yot Khao Phloi Waen sowie ein buddhistisches Gebäude mit einemFußabdruck Buddhas.
File 95Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die beiden Tempelkomplexe Wat Phai Lom und Wat Thong Thua. Außerdem steht in Chantaburi das größte katholische Gotteshaus Thailand: die Kathedrale Notre Dame, im Jahre 1880 nach dem Vorbild französischer Kirchen gebaut. Christliche Einwanderer aus Vietnam hatten die Kathedrale erbauen lassen. Im Stadtkern Chantaburis sind zudem noch einige alte Holzhäuser dieser vietnamesischen Immigranten zu besichtigen. Sehenswert ist auch der Wasserfall Naam Tok Pliu mit einer Stupa aus dem Jahr 1876.

Die Stadt ist sehr sauber, was vor allem auf ihren Wohlstand zurückzuführen ist. Dieser hat zum Einen mit der Edelsteinindustrie, zum Anderen jedoch auch mit der ungeheuren Fruchtbarkeit des Bodens zu tun. Die Stadt ist umgeben von Plantagen und Gärten, in denen tropische Früchte wie Orangen, Ananas, Rambutans, Durians und Mangos in großem Stil geerntet werden. Die gesamte Provinz Chantaburi ist bekannt für den Obstanbau. Jedes Jahr im Mai oder Juni findet das fröhliche „Fruit Festival“ statt, bei dem auf Märkten Obst und Kunsthandwerk verkauft wird, gleichzeitig werden in verschiedenen Wettbewerben die schönsten Frauen und das beste Obst gekürt.

In der Provinz Chantaburi geht es wenig touristisch zu, obwohl die regenreiche Natur wunderschön ist. Es gibt einige nette Strände, die bisher von westlichen Touristen nicht überlaufen sind, sowie Naturschutzgebiete. Etwa 30 km von der Stadt entfernt das als „Löwenkap“ bekannte Laem Sing. Dort sind die Reste zweier Festungen und das Gefängnis Khuk Khi Ghai aus dem späten 19. Jahrhundert zu besichtigen.

Ca. 30 Kilometer südlich von Chantaburi entfernt befindet die Oasis Sea World. Hier werden dressierte Delfine vorgeführt, man kann sowohl bei verschiedenen Shows als auch bei der Fütterung der Tiere dabei sein. Wem das nicht reicht, der hat die Möglichkeit, den Delfinen ganz nahe zu kommen und mit ihnen zu schwimmen.