Isaan

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Als Isaan (auch Issaan oder Isan) wird der Nordosten Thailands bezeichnet, der ein Drittel der Landesfläche umfasst. Es ist die ärmste Region des Landes, die wenig von Touristen besucht wird. Für Individualreisende ist das der perfekte Ort, um Land und Leute näher kennen zu lernen. Es gibt wunderschöne Landschaften und uralte Tempelanlagen zu erkunden. Viele locken auch die verschlafenen, sehr ursprünglichen Dörfer, die auf den Trekkingrouten durch die Wälder liegen. Die Kultur der Gegend ist durch die Lao geprägt und ähnelt dadurch stark der des Nachbarstaates Laos. Dies wird vor allem in der regionalen Küche, der Kleidung, der Architektur und den Künsten deutlich.

Als „Tor zum Isaan“ wird häufig der Ort Nakhon Ratchasima – kurz Khorat – charakterisiert, da von hier aus die meisten Reisenden in den Nordosten Thailands aufbrechen. Die viertgrößte Stadt des Landes dient vor allem als Durchgangsstation, sie selbst hat wenige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Einen Besuch wert sind allerdings der quirlige Nachtmarkt, das Mahawirawong Museum und der ehemalige Waldtempel Wat Pa Salawan.

Bei Backpackern sehr beliebt ist der gemütliche Ost Nong Khai. Von hier aus kann man über die sogenannte Freundschaftsbrücke nach Laos und in die nahe gelegene laotische Hauptstadt Vientiane gelangen. In der Nähe von Udon Thani, in Ban Chiang, entdeckte man bei Ausgrabungen vielerlei Hinweise auf ein Bauernvolk, das bereits vor einigen Jahrtausenden hier lebte. Seitdem reisen vor allem, aber nicht nur, archäologisch und historisch Interessierte hierhin. Weitere sehenswerte Städte im Isaan sind That Phanom, Ubon Ratchathani, Nakhon Phanom sowie der entspannte Ort Chiang Khan.

Der Khao-Yai-Nationalpark ist bei Naturfreunden und Wanderern sehr beliebt. Er ist eines der letzten großen tropischen Regenwaldgebiete und wird von Elefanten, Tigern, Büffel, Hirschen, Bären, Affen und vielen anderen Tieren bewohnt. Der Park bietet sich für ausgiebige Trekkingtouren gerade zu an, es gibt auch ein paar Lodges und zwei Zeltplätze. Diese Campingplätze, die auch Zelte vermieten, sind an Feiertagen häufig überfüllt. Vor Betreten des Nationalparks ist eine Gebühr zu entrichten.

Im Isaan befindet sich auch der größte Banyan-Baum Thailands.